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Aus dem Schatten treten

Aus dem eigenen Schatten - heraus zu treten - bedient sich einer metaphorischer Sprache und ist der Versuch etwas zu erklären, was schwierig zu erklären ist. Nämlich die Transformation von Mustern, Gewohnheiten, Prägungen und deren Wiederholungen...im Hinblick darauf, dass das eigene Leben lebenswerter wird, einfacher, schöner, erfüllter, glücklicher. Klingt gut! Ist aber nicht so einfach. ES braucht Mut um diesen Weg zu geh'n. Wo beginnen?


Wir sind verstrickt, ziemlich sogar, und dies über viele Seelenleben. Jeder von uns hat seine eigenen Themen mitgebracht. Diese ähneln sich zwar - menschlich & global betrachtet - das heisst Erfahrungen im Leben scheinen vergleichbar, doch die Lösung ist immer persönlich und individuell. Es gibt zu jeder schwierigen oder herausfordernden Situation im Leben, die einen selbst auf der Stelle treten lässt, einen sogenannten Ursprungsmoment.



Jeder einzelne Mensch hat sich seine eigene Biografie "gestrickt" und sich Lebensthemen auf den Plan gerufen, die es zu verarbeiten und bestenfalls zu erlösen gilt. Um an die Wurzeln eines Themas heran zu kommen, benötigt es manchmal viele Anläufe & zahlreiche Runden, unterschiedliche Ansätze und Unterstützung von "Aussen" - manchmal braucht es Jahre, bis ein Thema in seiner Tiefe erkannt ist. Das Erkennen ist die eine Seite der Medaille - das Erlösen eines Traumata die zweite und weitaus wichtigere! 


Mit der Zeit beginnt der Suchende das eigene biografische Puzzle immer besser zu verstehen und erkennt "den roten Faden" der sich dahinter verbirgt...es ist schwierig zu sagen, was wie wo und wann wirkt - der Mensch & sein Seelenleben ist komplex, um nicht zu sagen kompliziert - das Verhalten eines Menschen entlang seiner Biografie entfaltet sich nach eigenen Kriterien, Prägungen und Erkenntnissen, die er auf seinem Lebensweg macht.


Das "Entwirren" gestaltet sich als eine "Entdeckungsreise", auf die er sich einlassen muss... seine eigenen Themen, die ihn "blockieren" als Schatten in seinem Leben anzuerkennen, bedeutet nichts anderes als sich seiner persönlichen Entwicklung immer bewusster zu werden und dabei geht es darum, die eigenen Ängste, Sorgen, Nöte, oder Erkrankungen als Wegweiser zu begreifen, die einem dabei verhelfen, die inhärenten Knoten zu entzerren...manche Knoten liegen auf familiärer (systemischer) Ebene, andere in der persönlichen Entwicklung, könne bei der Geburt, in der Schwangerschaft oder in vorherigen Leben ihren Ursprung haben...


Alles wurde hineingetragen in dieses Leben....


Egal wie kompliziert sich eine Situation auch darstellen mag, ist es wichtig JETZT aus dem eigenen Schatten herauszutreten.


Schatten sind gebundenes Licht, Energien die sich zu einem gewissen Zeitpunkt im Leben nicht frei entfalten konnten, und diese Energien können unser System blockieren oder sogar torpedieren. Schattengebilde sind alte Verletzungen, die wir mit uns tragen. Schatten sind Energien in unserem Leben, deren Hintergründe sich uns oftmals entziehen, vorerst... weil sie epigenetischer Natur sind, und wir ihre Geschichte (noch) nicht kennen. Schatten sind nicht da, um sie zu bekämpfen wie Dämonen. ES geht darum mit ihnen in den Dialog zu treten um ihre Verletzung, ihr Traumata, ihr Eigenleben das sie führen, zu begreifen... und bestenfalls zu erlösen.


Schatten sind da, um uns selbst zu erforschen, um die Bedeutung von Lebensumständen zu beleuchten, um unsere eigene Wahrheit zu finden. Schatten fristen kein Schattendasein, ausgenommen sie werden von uns gänzlich ignoriert. Auch unbeobachtet entfalten sie sich weiter - ob wir das wollen oder nicht. Wenn wir uns nicht mit ihnen beschäftigen, werden sie eventuell zu Selbstläufern und unterwandern das System... sie verschwinden nicht einfach so. Und dann werden wir gezwungen, uns mit ihnen eines Tages zu beschäftigen.



Das Gute daran ist, Schatten WOLLEN von uns gesehen werden! Letztlich geht es darum, sie zu transformieren. Diese Transformation kommt uns zu Gute, denn wenn Schatten beginnen sich zu lösen, zu transzendieren... beginnt die darin gebundene Lebensenergie wieder auf magische Weise in uns zu fliessen. Und so werden Schatten letztlich wieder zu LICHT.


Und das ist doch letztlich das, was wir anstreben, oder nicht?!



herzlich,

Andrea

 
 
 

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